Mutterkräuter
Schwangerschaft
Der Frauenmantel begleitet uns in der Schwangerschaft bis hinein in die Stillzeit. Er stärkt – als Tee getrunken – die Muskeln im Unterleib und sorgt für eine reibungslose Geburt, da er alles im Unterleib kräftigt.
Empfehlenswert ist es, während der Schwangerschaft täglich eine große Tasse Frauenmanteltee zu trinken, den man gerne mit anderen Kräutern mischen kann.
Sitzbäder sind ebenso angebracht, jedoch von Vaginalspülungen ist dringend abzuraten.
Bei Gelbkörperhormonmangel kann sich eine befruchtete Eizelle nur schwer in der Gebärmutterschleimhaut einnisten. Frauenmantel gleicht diesen Mangel aus.
Weiterhin kräftigt er die Venen und hilft bei Übelkeit oder Erbrechen.
Man kann Frauenmanteltee auch als Alchemilla Urtinktur, in Tropfenform, kaufen und 1- bis 2-mal täglich 10 Tropfen einnehmen.
Kräutertee für die Schwangerschaft
Um unseren Körper in dieser Phase zu unterstützen, ist die nachfolgende Kräutermischung als Tee hilfreich:
- Brennnessel (liefert das Eisen und unterstützt den Stoffwechsel)
- Frauenmantel (Gebärmuttertonikum)
- Goldrute (Nierenheilpflanze)
- Himbeerblätter (wirkt Gewebe kräftigend)
- Melissenblätter (unterstützt Kreislauf und Nerven)
- Schafgarbe (wirkt blutreinigend, blutungsstillend)
Man gibt 2 Esslöffel dieser Mischung auf 200 ml kochendes Wasser, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
Mutterkräuter für die Schwangerschaft
1.–3. Monat
Um den Eisenspiegel aufzufüllen:
Täglich 2 Tassen Frauenmanteltee mit Brennnesseltee, 1 bis 2 Glas rote Säfte.
Bei Bedarf kann man noch 1 bis 2 Messerspitzen Hämatit Trituration der Firma Weleda zugeben (Es ist das Steinpulver des Hämatit-Steines, des Blutsteines).
Vitamine zuführen
Folsäuremangel ist neben Eisenmangel in der Schwangerschaft sehr weit verbreitet. Abhilfe schaffen grünes Blattgemüse und Salate, Magnesium (Schüßler Mineralsalz Nr. 7), frischer Zitronensaft. Rote und gelbe Paprika beugen Vitamin-C-Mangel vor.
Knochenbildung und Zahnschutz
Aufbaukalk der Firma Weleda je 1 Messerspitze Nr. 1 und 2 oder die Schüßler Mineralsalze Nr. 1 und 2 täglich 3-mal 2 Pastillen auf der Zunge zergehen lassen.
Übelkeit
Mancher Frau hilft schon, wenn sie eine Tasse warmen Tee im Bett trinkt. Wenn der Mann ihn nicht zubereiten kann, dann in eine Thermoskanne abfüllen und ans Bett stellen. Eine Tasse Tee vor dem Aufstehen hilft sehr.
Weleda hat die Tabletten Natusyn entwickelt, ein Mittel, das auch bei Reiseübelkeit hilft. Hier morgens ein bis zwei Tabletten lutschen.
4.–6. Monat
Die Nieren anregen und die Venen kräftigen, indem der Schwangerschaftstee täglich getrunken wird.
Vorzeitiger Wehentätigkeit vorbeugen
Abendliche Einreibungen von Bauch und Becken mit der Salbe „Kupfer Salbe rot“ von Weleda. Diese wirkt Krampf lösend und verbessert die Nierenfunktion.
Baucheinreibungen mit Öl verhüten Schwangerschaftsstreifen.
7.–9. Monat
Verdauung erleichtern
1- bis 3-mal täglich 1 Esslöffel eingeweichten Leinsamen einnehmen. Zu jedem Löffel wird 1 Glas gutes Wasser getrunken. Bei starken Verdauungsbeschwerden kann Mariendistelkur „Carduus marianus“ von Weleda verwendet werden. Diese stärkt die Leber und macht den Stuhl weicher.
Milchbildung anregen
Hebammen empfehlen bereits in den letzten 4 Wochen vor der Geburt Milchbildungstee zu trinken, der die Gewürze Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel enthält.
Prinzipiell ist die Einnahme von Magnesium und Calcium (z.B. als Schüßler Mineralsalze) wichtig, damit Mutter und Kind ausreichend mit diesen Vitalstoffen versorgt sind.
Magnesium ist dabei für die werdenden Mütter besonders wichtig, weil ein Mangel durch die Schwangerschaft(en) oft niemals wieder vollständig ausgeglichen wird. Das kann zu frühzeitiger Osteoporose führen (und nicht das weniger Milch-Trinken).
Spätestens 4 Wochen vor der Geburt sollte mit Arnica D 12 als Globuli begonnen werden. Diese stärken die Organe noch zusätzlich und erleichtern den Geburtsschmerz. Täglich 3-mal 5 Globuli lutschen, auch unmittelbar vor der Geburt.
Geburt und Wochenbett
Reiche Frauen legte man im Mittelalter auf Kräuterbetten und Kräuterkissen, gefüllt mit Arnika, Frauenmantel, Beifuß und Melisse (Liebfrauenbettstroh). Diese sollten die Wehen erleichtern. Manchmal wurden sie auch um das Kniegelenk gebunden. Diese Kräuter waren auch als „Schlosskräuter“ bekannt.
Längst sind diese durch desinfizierte Kreißsäle, Wehen erregende Mittel und Respekt einflößende Ärzte abgelöst worden. Zum Glück gibt es jedoch noch genug Hebammen, die diese alten Heiltraditionen kennen und sie nicht ablehnen.
Wer in der Schwangerschaft genug von dem empfohlenen Tee getrunken und ausreichend Magnesium und Calcium eingenommen hat, wird einen elastischen Damm besitzen.
Einreibungen des Dammes mit Johanniskrautöl machen ihn schön geschmeidig.
Wird der Alchemilla Urtinktur Extract schon frühzeitig eingenommen, steigen im Blut die Thrombozyten an und Geburtsblutungen werden verhindert.
In Rumänien, wo heute noch Mangel an Arzneimitteln herrscht, wird Frauenmantelkraut angesetzt und zur Entbindung getrunken. Er ist das wichtigste Kraut für das Wochenbett.
Geburtserleichterung
Homöopathische Mittel sollten mit der Hebamme besprochen werden, da jede Frau ein anderer Gemütstyp ist.
Manchmal wird noch ein letzter sanfter Verkehr empfohlen, da Sperma die Gebärmutter zu Kontraktionen anregt. Eisenkrauttee (Verbena) regt ebenfalls die Wehentätigkeit an.
Der Wochenbett-Blues
Deswegen so genannt, weil alles, was sich ums Wochenbett dreht, sehr mit Gefühlen und auch oft mit Tränen verbunden ist. Aufregend ist der eigentliche Geburtsvorgang, ein Wunder der Natur, immer noch, ebenso erschöpfend die Zeit danach. Auch wenn die Geburt leicht war, der Geburtsvorgang alleine ist eine Anstrengung, die den ganzen Körper der Frau beansprucht.
Jedenfalls ist auch nach der Geburt für 4 Wochen der Tee wieder angesagt. Er hilft zu heilen, schnell zu Kräften zu kommen und das Gewebe zu festigen, damit einer Gebärmuttersenkung vorgebeugt wird.
Tee für die Wöchnerin
Brennnesselblätter (wirkt blut- und eisenbildend)
Frauenmantelkraut (ist blutstillend)
Himbeerblätter (kräftigt das Gewebe)
Johanniskraut (ist ein Stimmungsaufheller)
Melissenblätter (fördern die Kreislauftätigkeit)
Rosenblüten (sind Stimmungsaufheller)
Schafgarbenkraut (wirken antibiotisch)
Diese Kräuter als Tee, 4 Tassen am Tag getrunken, helfen der Regeneration und Rückbildung der Geburtsorgane und geben neue Seelenkraft.
Nachwehen
Nachwehen hat die Frau erst nach dem zweiten Kind. Diese können ebenso stark sein wie die Wehen selbst. Hier hilft am besten das homöopathische Mittel Bellis perennis (Gänseblümchen) 3-mal täglich 5 Globuli und bei jeder unerträglichen Wehe noch einmal. Bellis stärkt zusätzlich die Gebärmutter.
Unser Wöchnerinnentee sollte mindestens 4 Wochen lang – 2 Tassen täglich – getrunken werden.
Wenn gestillt wird, kommt zusätzlich noch der Milchbildungstee dazu.
Dammpflege
In jedem Fall weiterhin mit Johanniskrautöl einreiben, auch bei einem Schnitt oder Riss wirkt er Narbenbildung entgegen.
Bilden sich Narben oder Wülste, kann später mit Keloid Gel der Firma Weleda eingerieben werden.
Brustpflege
Ein besonders pflegendes Öl, das Milchbildung anregt und Milchknoten vorbeugt, ist Oleum lactagogum von Weleda. Schmerzendes Stillen und blutige Einrisse werden durch Lutschen von Phytolacca D 12 Globuli – 3-mal täglich 5 Globuli – wieder heil.
Milchqualität
Wie bei Kuh, Schaf oder Ziege kann auch die Frau ihre Milchqualität verbessern. Die Kräuterlein Birkenblätter, Fenchel, Koriander, Frauenmantel und Kümmel (im Milchbildungstee enthalten) sorgen dafür, dass die Kinder rascher zunehmen und ausgeglichener sind.
Abstillen
Hier hilft ein Tee aus Hopfenzapfen, Salbei- und Walnussblättern.
Quelle: http://lichtstrahl-magazin.de/Artikel/Gesundheit/krauterheilkunde.html
Quellenverzeichnis
- Foto: © funnywaytogoody / pixelio.de

1 Kommentar zum Thema “Mutterkräuter”
Lena schrieb...
am 26.11.10 - 07:42 UhrGuten Morgen! Vielen Dank für den informativen Artikel! Kräuter bevorzuge ich vor der Chemie. Es ist viel besser für eine schwangere Frau.
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